Präambel

Satzung der „Wildemann Stiftung“

in Treuhandschaft des Behindertensportverbandes Nordrhein Westfalen (BSNW)   

 

Präambel

Die Stiftung hat sich das Ziel gesetzt, die Aktivitäten von Ludwig Wildemann im Behindertensport  unter dem Gesichtspunkt Integration fortzusetzen. Sein Motto war, dass nicht der körperliche Schaden wichtig ist, sondern was der Einzelne aus der verbliebenen Fähigkeit macht. Körperliche Behinderungen können uns alle treffen und das jeden Tag. Daher wäre es wünschenswert, wenn auch Menschen ohne Behinderung im Sport mit Menschen mit Behinderung den Anderen nicht nach dem Verlust einordnen, sondern nach dem was geblieben ist. Menschen mit Behinderung haben ein sichtbares Defizit, wobei dies bei Menschen ohne Behinderung nicht sichtbar ist, sondern oft im Umgang mit anderen liegt.  Die Stiftung geht davon aus, dass durch die Integration im Sport von Menschen mit und ohne Behinderung ein Beitrag geleistet werden kann, um Verluste als Herausforderung anzunehmen und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Die Stiftung hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, einen eigenen, ergänzenden Beitrag im Behindertensport zu leisten. Die Idee ist, dass auch diejenigen, die nicht unbedingt den Zugang zu allen Sportarten haben, diese in Projekten kennen lernen können. Umgekehrt bietet die Stiftung Nicht-Behinderten die Möglichkeiten, den Behindertensport nicht nur aus der Zuschauerwarte zu sehen, sondern diesen auch ausprobieren zu können. Darüber hinaus werden Akteure der Stiftung aktiv und können auch am Rande von Sportveranstaltungen  auf den Sport für Menschen mit und ohne Behinderung aufmerksam machen und diese motivieren, Eigeninitiative zu ergreifen. 

§ 1Name / Rechtsform / Sitz 

1.    Die Stiftung führt den Namen „Wildemann Stiftung“. Sie ist eine rechtlich unselbständige Stiftung des Bürgerlichen Rechts.

2.    Sitz der Stiftung ist Münster / Westfalen.

3.    Rechtsfähiger Träger (Treuhänder) der Stiftung ist der „Behindertensportverband Nordrhein Westfalen (BSNW)“ mit Sitz in Duisburg / Westfalen.

§ 2 Zweck der Stiftung

1.    Die Stiftung erfüllt ihren Zweck mit dem Durchführen oder der Förderung  von Sportveranstaltungen und Sportwettkämpfen, die auch im kleinen Rahmen stattfinden können, damit Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Sport treiben und/oder Sportwettkämpfe ausüben können. 

2.  Ein Schwerpunkt bildet die Integration von Menschen mit und ohne Behinderung durch Sportereignisse, die ansonsten nicht Allen zugänglich wären. 

a.  Die Stiftung erfüllt ihren Zweck mit der Organisation und Durchführung innovativer Projekte bei denen Menschen mit und ohne Behinderung sich im Sport messen können. 

b.  Darüber hinaus sollen Menschen mit Behinderung Sportarten kennen lernen, die ihnen auf anderen Wegen nicht unbedingt zugänglich werden. 

3.  Die Stiftung ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. 

4.  Die Förderung geschieht mit  Durchführung von Projekten mit anderen Organisationen oder auch durch gezielte finanzielle Hilfe oder ehrenamtliche Hilfen. Sachleistungen sind dann Bestandteil der Förderung, wenn sie dem Gesamtziel der Stiftung für gezielte Projekte dienen. 

5.  Die Projekte können in Nordrhein-Westfalen, Deutschland aber auch im Ausland durchgeführt werden. 5.  Die Stiftung behält sich vor, auch gezielt Sportler zu fördern, die im Sport in der Integration Erfolge vorweisen. 6.  Mittel der Stiftung können auch für Begleitungen zu Paralympics eingesetzt werden, wenn die Integration dort entsprechend positioniert wird.

§ 3 Stiftungsvermögen

1.    Das Grundstockvermögen der Stiftung beträgt am Tag der Errichtung der Stiftung  5.000 Euro. 

2.  Das Stiftungsvermögen ist in seinem Bestand ungeschmälert zu erhalten. Dem Stiftungsvermögen wachsen diejenigen Zuwendungen Dritter zu, die dazu bestimmt sind. Zuwendungen ohne Zweckbestimmung aufgrund einer Verfügung von Todes wegen können ebenfalls dem Stiftungsvermögen zugeführt werden.

§ 4 Verwendung der Vermögenserträge und Zuwendungen / Geschäftsjahr

1.    Die Erträge des Stiftungsvermögens und die ihm nicht zuwachsenden Zuwendungen sind zur Erfüllung des Stiftungszwecks zu verwenden. 

2.  Ausgaben an Personen und Organe sind nur im Sinn des Stiftungszwecks gedacht, d.h. Personen dürfen keine Zuwendungen oder unverhältnismässig hohe Vergütungen annehmen, die nicht dem Stiftungszweck entsprechen. 

3.  Die Stiftung kann ihre Mittel ganz oder teilweise einer Rücklage zuführen, soweit dies erforderlich ist, um nachhaltig ihre steuerbegünstigten satzungsmässigen Zwecke erfüllen zu können. Dies gilt auch für die Verwendung von Rücklagen für konkrete Ziel- und Zeitvorstellungen. Freie Rücklagen dürfen gebildet werden, soweit die Vorschriften des steuerlichen Gemeinnützungsrechts dies zulassen. 

4.  Für das Geschäftsjahr der Stiftung gilt das Kalendarjahr.

§ 5 Rechtstellung der Begünstigten

Den durch die Stiftung Begünstigten steht aufgrund dieser Satzung ein Rechtsanspruch auf Leistungen der Stiftung nicht zu. Wenn die Stiftung eine/n einzelne/n Sportler/in für Para-Sportveranstaltungen oder zu anderen Wettkämpfen fördert, besteht grundsätzlich kein Anspruch auf die Förderung und kann jederzeit von der Stiftung eingestellt werden, wenn der Stiftungszweck nicht mehr erfüllt ist oder erfüllt werden kann oder die Förderung aus anderen Gründen nicht weitergeführt wird.

§ 6 Organ der Stiftung

1.      Organ der Stiftung ist der Beirat. 

2.      Der Beirat besteht aus mindestens fünf bis maximal neun Mitgliedern mit und ohne Stimmrecht. 

Die Anzahl der Mitglieder mit Stimmrecht beträgt mindestens fünf und höchstens sieben Mitglieder. Den Beirat bilden bei Errichtung der Stiftung die beiden Stifter,  ein/e  Vertreter/in des Treuhänders, sowie auf Zeit gewählte Mitglieder. 

3.     Der Beirat wählt aus seiner Mitte eine/n Vorsitzende/ und eine/n Stellvertreter/in. Beide Funktionen bedürfen der mehrheitlichen Beschlussfassung durch den Beirat. Der Vorsitz bei Gründung der Stiftung ist im Treuhandvertrag festgelegt.

4.     Auf der Grundlage der Treuhandvereinbarung erhält der Treuhänder einen Sitz im Beirat ohne Stimmrecht. Bei Umwandlung der Treuhandstiftung in eine rechtlich selbständige Stiftung kann der ehemalige Treuhänder einen Vertreter ohne Stimmrecht im Beirat belassen. 

5.      Die Mitglieder des Beirats sind Personen, die mit dem Thema der Stiftung verbunden sind. 

6.      Es bleibt dem Beirat vorbehalten, ein bis drei Stiftungsberater ohne Stimmrecht zu den Beiratssitzungen hinzuzuziehen. 

7.      Die erste Zusammensetzung des Beirates bei Errichtung der Stiftung ergibt sich aus dem Stiftungsgeschäft. Die Mitglieder des ersten Beirats werden für eine Amtszeit von zwei Jahren bestellt. 

8.      Die Wiederwahl jedes Beiratsmitgliedes nach Ablauf der Amtszeit ist zulässig. 

9.      Nach dem Ausscheiden eines Beiratsmitglieds werden die verbleibenden Beiratsmitglieder über die Nachfolge entscheiden. 

10.   Der Beirat kann ein Beiratsmitglied mit der Mehrheit seiner Mitglieder vorzeitig abberufen, wenn gravierende Gründe vorliegen, dass dem Stiftungszweck durch sein Verhalten oder sein Vorgehen nicht mehr entsprochen wird. Dem betroffenen Beiratsmitglied wird die Möglichkeit gegeben, vorher entsprechend Stellungnahme zu beziehen. 

11.   Die Mitglieder des Beirats sind ehrenamtlich für die Stiftung tätig. Ihnen dürfen keine Vermögensvorteile aus Mitteln der Stiftung zugewendet werden.

§ 7 Rechte und Pflichten des Beirats

1.       Der Beirat verwaltet die Stiftung nach Maßgabe dieser Satzung in eigener Verantwortung und vertritt die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich. Er hat die Stellung eines gesetzlichen Vertreters und handelt durch die/den Vorsitzende(n), im Falle ihrer/seiner Verhinderung durch die/den stellvertretende(n) Vorsitzende(n), gemeinsam mit einem weiteren Beiratsmitglied. 

2.       Der Beirat hat im Rahmen des Stiftungsgesetzes und dieser Satzung insbesondere folgende Aufgaben zu erfüllen: 

a.       Die gewissenhafte und sparsame Verwaltung des Stiftungsvermögens und der sonstigen Mittel gemeinsam mit dem Treuhänder 

b.      Die Aufstellung des Wirtschaftsplanes mit Hilfe des Treuhänders 

c.       Die Beschlussfassung über die Verwendung der Erträge des Stiftungsvermögens und der ihm nicht zuwachsenden Zuwendungen 

d.      Die Aufstellung der Jahresabrechnung gemeinsam mit dem Treuhänder einschliesslich einer Vermögensübersicht und gegebenenfalls die Bestellung eines Rechnungsprüfers 

e.       Die jährliche Aufstellung eines Berichts über die Vermögensübersicht und die Erfüllung des Stiftungszwecks 

f.        Mindestens einmal jährlich die Durchführung eines Projektes zugunsten des Grundstockvermögens solange der Status einer rechtlich selbständigen Stiftung nicht erreicht ist. 

3.    Weitere Aufgaben des Beirats beinhalten: 

a.       Abstimmung von Repräsentationsaufgaben bei sportlichen Ereignissen 

b.      Abstimmung grösserer Projekte, die im Rahmen der Stiftung durchgeführt werden 

c.       Sammelaktionen und Sammelboxen in Restaurants oder anderen öffentlichen Einheiten für Spendengelder 

d.      Auftritt einer professionellen Web-Seite mit entsprechener Handhabung der eMail Adressen und Portalzugänge; dies beinhaltet auch die Links in den Suchmaschinen 

e.       Vernetzung mit den Kooperationspartnern im Webportal 

4.      Zur Vorbereitung seiner Beschlüsse und zur Erledigung seiner Aufgaben kann der Beirat eine(n) haupt- oder nebenberuflichen Geschäftsführer(in) bestellen und Sachverständige heranziehen.

§ 8 Beschlussfassungen

1.       Zu den Sitzungen des Beirates lädt die/der Vorsitzende innerhalb von 4 Wochen unter Mitteilung der Tagesordnung ein. Im Regelfall werden die Termine der Beiratssitzungen bei den Sitzungen festgelegt. Einladungen sind per Post, Fax oder eMail möglich. 

2.       Der Beirat ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder einschliesslich der/des Vorsitzenden oder bei ihrer/seiner Verhinderung die/der stellvertretende Vorsitzende anwesend sind. 

3.       Beschlüsse des Beirats kommen mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen zustande. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der/des Vorsitzenden. 

4.       In dringenden Fällen können Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst werden. Die Entscheidung hierüber trifft die/der Vorsitzende, die/der zur schriftlichen Abstimmung innerhalb einer bestimmten Frist auffordert. Voraussetzung für die Wirksamkeit der Beschlussfassung ist die Beteiligung jeweils aller Mitglieder am Abstimmungsverfahren. 

5.      Über Sitzungen des Beirats sowie über Beschlussfassungen im Umlaufverfahren sind Ergebnisniederschriften anzufertigen, die von der/dem Vorsitzenden und der/dem von ihm beauftragten Schriftführer/in zu unterzeichnen sind. Elektronische Unterschriften sind gültig. Die Niederschriften sind den Mitgliedern des Beirates unverzüglich zuzusenden.

§ 9 Kuratorium

1.      Für den Zeitraum, in dem die Stiftung als nicht rechtsfähige, rechtlich unselbständige Stiftung des bürgerlichen Rechts geführt wird, kann auf die Einrichtung eines Kuratoriums zur fachlichen Flankierung der Arbeit des Beirats verzichtet werden. 

2.      Der Beirat kann je nach Erfordernis die Einrichtung eines Kuratoriums, sowie die Rechte und Pflichten dieses Stiftungsorgans beschliessen. Der Beschluss dazu muss einstimmig erfolgen.

§ 10 Satzungsänderung

1.      Der Beirat kann eine Änderung der Satzung beschliessen, wenn ihm die Anpassung an veränderte Verhältnisse notwendig erscheint. Der Stiftungszweck darf in seinem Wesen nicht geändert werden. Der Änderungsbeschluss muss einstimmig erfolgen. 

2.      Der Änderungsbeschluss ist dem Finanzamt anzuzeigen.

§ 11 Änderung des Stiftungszweckes / Zusammenlegung / Auflösung

1.      Wird die Erfüllung des Stiftungszwecks unmöglich oder verändern sich die Verhältnisse derart, dass die in der Satzung festgelegte Erfüllung des Stiftungszwecks nicht mehr sinnvoll erscheint, kann der Beirat die Änderung des Stiftungszwecks, die Zusammenlegung mit einer anderen Stiftung oder die Auflösung der Stiftung beschliessen. Der Beschluss bedarf der Zustimmung aller Mitglieder des Beirates. 

2.      Tritt der Fall der Änderung des Stiftungszwecks ein, ist zuvor eine Auskunft beim Finanzamt einzuholen.

§ 12 Vermögensanfall

Bei Auflösung der Stiftung fällt das verbleibende Vermögen nach Massgabe der Beschlussfassung des Beirates an den Behindertensportverband Nordrhein-Westfalen (BSNW), der es unmittelbar und ausschliesslich für die Integration im Sport für Menschen mit und ohne Behinderung zu verwenden hat.

§ 13 Verpflichtung

Der Beirat verpflichtet sich, im Falle der ersten grösseren Zustiftung, die die Einrichtung einer rechtlich selbständigen Stiftung des Bürgerlichen Rechts ermöglicht, die Umwandlung der Rechtsform unverzüglich einzuleiten.

§ 14 Inkrafttreten

Die Satzung tritt am Tag der Unterzeichnung des Treuhandvertrages durch die beiden Stifter und den Treuhänder in Kraft.